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Kontinuierliche und diskontinuierliche Spektren und der Farbwiedergabeindex


Bei den meisten Lichtquellen, inklusive der Sonne, handelt es sich um Temperaturstrahler, das heißt, das Licht wird über den Umweg der Wärme erzeugt. Farbtemperatur und Helligkeit stehen mit der Betriebstemperatur in direktem Zusammenhang. Sie strahlen ein kontinuierliches Farbspektrum ab, das bei unterschiedlicher Farbtemperatur nur seine Rot-Blau-Gewichtung verändert. Der grüne Lichtanteil liegt temperaturenabhängig zwischen 30 und 34 %.

Entladungslampen erzeugen ihr Licht nach dem Prinzip der Gasentladung: Mit Hilfe von elektrischem Strom werden die Elektronen eines Gasgemisches zum Leuchten angeregt. Je nach Zusammensetzung des Gases, geben die Lampen Licht unterschiedlicher spektraler Zusammensetzung ab. Es ist daher möglich, dass eine Lampe zwar für das Auge weißes Licht abstrahlt, jedoch im Farbspektrum wichtige Bereiche fehlen oder auch überdimensional stark vertreten sind. Man spricht dann von einem diskontinuierlichen Spektrum. Aufnahmen unter solchen Lichtverhältnissen weisen unkorrigiert oft einen nur schwer vorhersehbaren Farbstich auf.

 

Der Farbwiedergabeindex

Hersteller von Entladungslampen geben in ihren Datenblättern eine Maßzahl für die Farbwiedergabequalität an: den Farbwiedergabeindex. Ein Wert von 100 entspricht einer absolut neutralen Farbwiedergabe, die nur von den kontinuierlichen Spektren der Temperaturstrahler erreicht wird. Hochwertige Entladungslampen für fotografische Zwecke erreichen, je nach Alterungszustand, Werte zwischen 90 und 96. Standard-Leuchtstofflampen, wie sie zum Beispiel zur Werkshallenausleuchtung eingesetzt werden, erreichen oft nur einen Farbwiedergabeindex von 60. Noch wesentlich darunter liegt das gelbe Natriumdampflicht, das wir von angestrahlten Gebäuden oder auch als Straßenbeleuchtung kennen.

© Stefan Neudeck
www.filmtechnik-online.de 24.12.2001